Wieder in München

September 16th, 2009

Seit gestern bin ich wieder in München. Das Jahr in Peking ist schneller vergangen als mir lieb war, und mit Wehmut blicke ich auf die vergangenen Monate zurück. Es war ein wahnsinnig schönes und in meinen Augen auch ertragreiches Jahr. Nun aber, ist die Zeit gekommen, die Augen wieder nach vorne zu richten: München, und speziell mein Studium, rufen. Und wie sagte Hermann Hesse so schön:”Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…”

Zurück in Beijing

June 9th, 2009

Zurück? Werden sich hier einige fragen. War ich denn fort?

Oh ja. Die vergangenen zehn Tage verbrachte ich auf Einladung der Studienstiftung in Japan. Genauer gesagt verbrachte ich die letzten vier Tage auf deren Einladung dort, während die Tage zuvor für eine kleine Japan-Rundreise eingeplant waren. Jedenfalls bin ich wieder zurück und wundere mich über den Regen und die anschließende klare Sicht in Peking und beklage innerlich die begonnene Klausurenphase.

Wie üblich, hatte ich vor, einen Reiseblog zu führen. Doch die Flut der Eindrücke gepaart mit der geringen Zeit verhinderten eine ausführliche Berichtserstattung. Dies, jedoch, sei nachgeholt. So werden in den nächsten Tagen sukzessiv Berichte meiner Reise nachgereicht. Für die Verspätung bitte ich um Verständnis.


Blick aus meiner Wohnung

Nara

June 1st, 2009

Nara war von 710 bis 784 die erste Hauptstadt Japans. 784 zog der kaiserliche Hof nach Kyoto um, um sich dem Einfluss der immer mächtiger werdenden Mönche Naras zu entziehen. Heute beherbergt die Stadt immer noch zahlreiche Tempel und Schreine, darunter den Todai-Ji, das größte Holzgebäude der Welt.

Rund um den Nara-Park leben rund 1200 zahme, frei rumlaufende Hirsche. In Shinto-Zeiten galten sie als Boten der Götter, weswegen man sie hier willkommen hieß, und im Laufe der Zeit bildete sich hier eine bemerkenswerte Population. Die Tiere sind äußerst zutraulich und auf ihrer Suche nach Futter tragenden Menschen zuweilen sogar renitent. Hat man jedoch nichts Essbares, so wird man sehr schnell mit Gleichgültigkeit gestraft und kann unbehelligt seines Weges gehn.

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Kyoto: Tempel und Gärten

May 30th, 2009

Denkt man an Japan, so ist eins der Bilder, die einem im Geiste rumschwirren, das seiner Tempel, Schreine und Gärten. Ist es jenes traditionelle Japan, das man auf seiner Reise zu finden sucht, so ist Kyoto die Stadt, die man auf gar keinen Fall auslassen darf. Geprägt durch seine tausendjährige Geschichte als Hauptstadt, findet man hier wie nirgendwo anders eine ungemeine Fülle und Dichte an buddhistischen Tempel, shintoistischen Schreinen, Palästen und Gärten, in denen man schier endlos umherspazieren kann.

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Kyoto: Eindrücke

May 29th, 2009

Kyoto, meine erste wirkliche Station, war vom 8. bis zum 19. Jahrhundert Sitz des kaiserlichen Hofes von Japan. Heute ist diese knapp 1,5 Mio Einwohner beheimatende Metropole eines der wichtigsten historischen und kulturellen Zentren Japans. Innerhalb der Stadtgrenzen finden sich sage und schreibe 14 UNESCO-Kulturerben.

Abgesehen von seinen vielen Sehenswürdigkeiten gilt Kyoto als Stadt, deren Schönheit man erst auf dem zweiten Blick erkennt. Wandert man durch die engen Gassen der Altstadt, entdeckt man viele Aspekte des täglichen Lebens, Häuser, Läden, Restaurants, die die Atmosphäre des traditionellen Japans transportieren. Ganz anders als Tokyo, hat man in den Straßen Kyotos das Gefühl, dass man eine Oase der Ruhe abseits der städtischen Hektik betreten hat und die Zeit um einem still steht.

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Unterwegs im Zug

May 28th, 2009

Japan hat eines der fortschrittlichsten Eisenbahnnetzte der Welt, wenn nicht sogar das fortschrittlichste. Besonders interessant für Urlauber ist der Erwerb eines Japan Rail Passes, ein Pauschalticket, dass man vor Reisebeginn im Ausland kaufen muss. Diese Karte erlaubt es dem Inhaber innerhalb einer gewissen Zeitdauer alle Züge des Japan Rail Netzwerks zu nutzen, Fern- sowie auch Nahverkehrszüge.

Wer wie ich mit dem Zug von Tokyo nach Kyoto reist, für den ist ein solcher Japan Rail Pass unabdingbar, kostet das gewöhnliche Hin- und Zurück-Ticket doch in etwa das gleiche wie die gesamte Wochenkarte. Man darf sogar im Shinkansen fahren, der japanischen ICE-Äquivalente, die mit 300 km/h durch die bergige Landschaft braust und dabei erstaunlich ruhig und leise ist.

Wenn man im Zug auf der Nordseite sitzt, kann man auf der Strecke Tokyo-Kyoto sogar einen Blick auf den Mt. Fuji erhaschen. Man sagt, dass der Berg die meiste Zeit des Jahres in Nebel und Wolken gehüllt ist und nur selten seinen Gipfel entblößt. Letztlich bot sich der Fuji-San auch mir in seiner bevorzugten Form dar.

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Ankunft in Tokyo

May 28th, 2009

Ankunft um 22 Uhr am Narita Airport Tokyo. Die erste Nacht sollte ich in einem Capsule Hotel verbringen. Capsule Hotels sind eine Rarität, die es meines Wissens nach nur in Japan gibt. Hauptadressaten sind Menschen, die aufgrund zu vieler Überstunden ihre letzte U-Bahn verpasst haben und folglich nicht mehr nach Hause kommen. Aber auch bei Menschen, die am Wochenende zuviel feiern sind solche Unterkünfte beliebt.

Die Hotels bestehen im allgemeinen aus einem Großraum, in denen die “Zimmer”, 1m x 1m x 2m große Kabinen, untergebracht sind. Innerhalb dieser Kabinen hat man Licht, Wecker und einen Satelliten-Fernseher. Die Kapsel-Öffnung lässt sich mit einem Vorhang verschließen. Entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung, war das Capsule Hotel erstaunlich angenehm. Die Kabinen, die in etwa den gleichen Platz wie ein Etagenbett bieten, sind sehr bequem, und die Trennwände zur Außenwelt bieten dazu eine gewisse Privatsphäre.

Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Tag nach Kyoto.

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长城之游

May 13th, 2009

  不到长城非好汉。 但是登过长城的人也未必能成为好汉。 可见, 爬长城是成为好汉的第一步。 因此, 我们凌晨出发, 乘车沿京承高速奔向密云县。 天昏地暗的北京市渐渐离我们远去, 开进了天朗气清的郊区。

  始筑于战国, 连接于秦代, 修建于汉与明代, 长城是中国古代皇朝为了防备异族入侵而筑的万里防城。 迄今, 长城从阻碍外敌的防御体系变成了吸引外宾的旅游景点。 在目前开发的几段长城景点中, 有些维修的完善, 游客人山人海, 但是由于外貌过新与人群过多的原因, 这些地方失去了原有的古迹氛围。 另一些部分, 像司马台长城, 却保留了自己的明代原貌, 并相比人迹罕至。 为了充分地体会古代长城的氛围, 我们就选择了这一段。

  到了目的地, 时间已经不早了。 这个仅仅120公里的路程竟花费了我们似乎永无止境的三个钟头。 站在阳光灿烂的蓝天之下, 望着气势雄伟的长城, 我们的脚丫都开始发痒了。 今天, 我们不是为了坐缆车来的, 不是为了散步, 不是为了拍几张相片而归。 今日, 我们将越过三十里之路, 直至金山岭, 义无反顾。

  登上了长城, 我们只见崇山峻岭之间的巨龙从我们的脚下弯弯曲曲地向一座山峰绵延, 并从那里超越了我们的视界。 我不由自主地想起王之涣的诗词:“欲穷千里目, 更上一层楼”。那座山峰, 就是我们的下一层楼。

  我们翻山越岭, 每登上一座山峰, 就又见下一座山切断了我们的视线。 走了十里之路, 我们已经有点疲乏, 加之中午的太阳晒在我们的身上, 汗水湿透了衣衫。 我们只好找个阴凉的楼台歇一歇, 喝点水, 吃点点心。

  休息之后, 我们又登上了下一座山峰, 谁知它就是这个路途的最高点。 我们站在楼台上四处眺望, 看见了我们的出发点, 也望到了我们的目的地。 只见一路到此全是上山的险坡, 而从此到金山岭只剩下了平缓的下山路。

  我们释然地叹了一口气。 难道徒步也是先忧后乐? 就像天下的大势一样? 长城也是人们艰难地亲手建起。 为了修筑它, 古人花了多少汗血, 失去了多少生命? 但是, 一旦修成,雄关万里, 给予国民平安。 至今, 他仍然存于天地之间。 万里长城已经经历了若干皇朝, 经历了民国与共和国。 谁知, 他将可长存至何日。

Capital Museum

April 26th, 2009

Acht Monate bin ich schon hier und erst jetzt konnte ich mich dazu überwinden, ein Museum von innen zu besichtigen. Ziel des Ausflugs war das zur Olympiade neu errichtete Capital Museum. Innen gibt es neben einer beeindruckenden Architektur vor allem Kulturgüter aus den vergangenen drei Kaiserdynastien, wie etwa Porzellan, Jade und viele, viele Buddhas.

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Mauer…

April 10th, 2009

Ich habe Besuch aus Deutschland. Und wenn sich schon jemand aus dem fernen Minga Richtung Peking aufmacht, dann ist es nur selbstverständlich, dass man einen kleinen Spaziergang über die größte Wehranlage der Welt macht. Für diesen Tag, hatten wir uns ein Mauerstück, 120 km nordöstlich von Peking ausgesucht. Das ist zwar nicht das nächstgelegene, aber dafür trifft man dort auf viel weniger Besucher als auf den stadtnahen Abschnitten. Zudem kann man dort über eine Strecke von ca 12km auf der Mauer wandern, um dann am Ziel vom gemietetem Minibus wieder aufgegabelt zu werden.

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