Archive for August, 2005

Tag 24

Tuesday, August 30th, 2005

Heute fast das gleiche Bild wie gestern, nur mit noch mehr Faulheit:

Aufgestanden sind wir irgendwann zwischen 12 und 1 Uhr und der Rest des Tages wurde irgendwie vertrödelt. Zwar waren wir zwischendurch bie der Bank of China und sonst noch irgendwie einkaufen, doch spätestens als die Leute in Internetcafé abzogen, verlor sich die Meute und wir machten am heutigen Tag effektiv nix. Auch nach dem Abendessen war nichts mehr los.

Ach ja: Ein alter Bekannter kam heute zu uns. Nach drei Tagen Reise kam Peters Hantel heute vom Flughafen geliefert. Offenbar haben die Gewichte die Styroporbox zerstört, in der sie verpackt war und das Personal musste erst die Einzelteile irgendwo zwischen Shanghai und Peking zusammensuchen. Jedenfalls ist Peters Familie wieder vereint und alle sind glücklich.

Tag 23

Tuesday, August 30th, 2005

Das späte Heimkommen gestern hat Spuren hinterlassen- Zwar sind wir erst um halb 12 aufgestanden, doch ich war den ganzen Tag lang ziemlich kaputt.

Nachdem wir alle irgendwann mittags aufgestanden sind, führte uns mein Cousin auf einen Markt, wo es auf 1 Hektar Gelände, alle möglichen Arten chinesischer Kunst zu kaufen gibt. Dort deckten wir uns noch ein wenig mit Souvenirs ein, bevor wir weiter zu einem anderen Markt gingen, wo man gefälschte Klamotten kaufen konnte. Dort hieß es noch mal Geld aus geben, bevor wir wieder heimfuhren.

Tag 22 – oder die Odyssee des dem Peter seiner Hantel

Tuesday, August 30th, 2005

Packen war angesagt, und zwar gleich in der Früh. Darum hatte sich von uns noch niemand gekümmert. Da wir alle nicht so viele Sachen dabei hatten, ging es doch relativ schnell und wir konnten pünktlich um zwölf auschecken. Unser Flieger ging erst um fünf vor vier, dementsprechend hatten wir noch eine Menge Zeit. mehr »

Tag 21 - Shanghai bei Nacht

Tuesday, August 30th, 2005

Heute haben wir im Grunde nicht viel gemacht. Wie eigentlich jeden Tag, den wir in Shanghai verbrachten. Nach dem Aufstehen war ich mit Simon, Peter und Davide am Stoffmarkt, um noch ein paar Sachen abzuholen. Danach waren wir noch DVD’S und Tee kaufen, bevor wir wieder ins Hotel eilten, weil wir am Abend wieder mit Ceddys Bekannten verabredet waren. Diesmal im Istanbul, einem – wen wundert’s – türkischem Restaurant.

Ähnlich wie gestern, war es wieder ein Gevölle, was wir am Abend veranstalteten. Wieder gab es ein Büffet, das äußerst lecker war. Daneben hat jeder noch einen Grillteller und zwei Getränke bekommen; bis auf den Ceddy, der sich was eigenes bestellte und nicht vom Büffet essen wollte.

Später war geplant, noch ein wenig durch die Fußgängerzone und am Bund entlang zu spazieren, um noch einige Nachtfotos zu schießen. Doch als wir da waren, mussten wir feststellen, dass die meisten Lichter schon aus waren. Trotzdem sind uns, denk ich, ganz gute Bilder gelungen.

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Tag 20 - zurück in Shanghai

Tuesday, August 30th, 2005

Mit Verspätung kamen wir wieder in Shanghai an. Gleich nach der Ankunft holten wir unsere Sachen ab und checkten im 4-Sterne-Hotel ein. Nach zwei Nächten in Hongcun bzw. Huangshan wollten wir uns ein wenig Luxus gönnen und mieteten uns ins Diamond Court Shanghai an, ein Hotel bestehend aus zwei Doppeltürmen, mit Pool, Fitnessraum, Billard, Sauna, Tennisplatz etc. Insgesamt hatten wir drei Apartments, zwei für zwei Personen und eins für drei. Unseres (das für drei, das ich mit Simon und Ceddy teilte) war ungefähr 80-100 qm groß, hatte ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Arbeitszimmer, zwei Schlafzimmer und zwei Bäder.

Nachdem wir am Stoffmarkt waren und DVDs gekauft hatten, gingen wir abends, zusammen mit zwei Bekannten vom Ceddy, ins Brasil Steak House, wo es brasilianisches Barbecue-All-You-Can-Eat für 72 RMB gab. Irgendwie fühlte man sich dort ein wenig wie im Himmel. Man sitzt am Tisch, daneben ein Riesenbüffet, und alle zwei Augenblicke kam ein Brasilianischer Kellner mit einem mindestens 50 cm langen Spieß voller Fleisch und schnitt dir davon was ab. Daneben gab es noch einen Bartender mit Cocktailwagen, den er durch das Restaurant schob und für jeden, der ihn dazu aufforderte einen Caipi zu mischen, den man in der Qualität nur äußerst selten kriegt. Nach dem Essen ging es weiter ins Windows, wo wir allerdings nicht mehr so lange blieben.

Tag 19 - Nebel, Nebel und noch mehr Nebel…

Tuesday, August 30th, 2005

Das beste Wetter für Huangshan, so sagte uns unser Bergführer, ist, wenn es leicht bewölkt und neblich ist. Wenn der Dunst plötzlich herweht und alles in einem Mantel umhüllt, nur um nach wenigen Augenblicken wieder von Dannen zu ziehen und einem die ursprüngliche klare Sicht zurückzugeben: über die Gipfel, die Steilhänge, und über die Nebelschwaden, die seidenartig über die Grate und Schluchten wehen und sich an ihnen brechen, wie Wellen am Fels.

Leider hatten wir zu viel Nebel. Am Wetter des Vortags hatte sich nichts geändert, so dass man wieder nicht weiter als zehn, vielleicht zwanzig Meter sehen konnte. So marschierten wir, ohne viel sehen zu können, durch die große Schlucht, in der wir an annähernd vertikalen Felswänden entlang gingen, die wohl mehrere hundert Meter hoch sind. Man konnte vieles nicht so richtig erkennen, dennoch waren die schmalen Wege und steilen Wände, die man sehen konnte, alleine schon beeindruckend genug.

Natürlich waren wir enttäuscht. Die Bilder, die wir in Vorfeld von Huangshan gesehen hatten waren so vielversprechend, wir hatten uns so sehr auf die Landschaft gefreut, hatten extra unsere Cameraspeicher freigeräumt, in der Ansicht, dass dieser Teil der Reise einen wahren Fotoorgasmus erzeugen sollte. Nun spielte das Wetter nicht mit, wir waren völlig durchnässt und hatten nur einen, wenn auch sehr beeindruckenden, Bruchteil dessen gesehen, was uns hätten erwarten können.

Nach dem Mittagessen verzichteten wir auf einige Aussichtspunkte und begaben uns gleich auf den Abstieg, so dass wir schon relativ früh unten waren. Unten im Dorf kauften wir uns was Trockenes zum Anziehen duschten uns und fuhren nach dem Abendessen Richtung Nachtzug zurück nach Shanghai.

Tag 18 - Huangshan

Friday, August 26th, 2005

In China sagt man, wenn du einmal in Huangshan warst, willst du nie wieder andere Berge sehen.

Um 7 Uhr früh ging es los. Unser Fahrer brachte uns erst zu einem Hotel, wo wir die überflüssigen Sachen und schweren Souvenirs zwischenlagern konnten. Dort stieg auch unser Reiseführer ein und wir begaben uns zum Vordertor der Berge.

Dort angekommen waren wir von den Hängen schier beeindruckt. Doch je höher wir stiegen, desto nebliger wurde es und bereits nach 400 Höhenmeter konnte man kaum 20 Meter sehen. Daran sollte sich für den Rest des Tages auch nichts mehr ändern.

So marschierten wir, ohne viel sehen zu können die Wege hoch, die überwiegend aus Steintreppen bestanden und teilweise Steigungen von etwa 200% aufwiesen. Auch bei verdeckter Sicht waren diese Wege schon beängsitgend genug. Man sah zwar nicht wohin man fällt, wenn man an den Stufen der Steilwände abrutscht, aber allein die Tatsache, dass man irgendwohin runterfällt, das man nicht sehen konnte, genügte, dass man bei jedem Schritt aufpasste wohin man den Fuß setzte.

Im Laufe des Tages überwanden wir an die 1500 Höhenmeter, wobei wir über die drei höchsten Gipfel von Huangshan stiegen. Der erste, der Tiandufeng, war zwar der niegrigste der dreien, ist aber bei weitem der steilste, anstrengendste und gefährlichste der drei. Je nachdem von welcher Seite man kommt und geht, muss man vor bzw nach dem Gipfel dabei einen 11 m langen und 75 cm breiten Grat überqueren. Dort war ich zu dem Zeitpunkt richtig froh, dass man kaum 10 m sehen konnte, denn sowohl rechts als auch links ging es ziemlich steil bergab.

Die anderen Gipfel waren nicht mehr so anstrengend. Allerdings war der erste Berg schon erschöpfend genug. Außderdem wehte den ganzen Tag lang ein nasser, kalter Wind, der uns bis auf die Knochen durchnässte, so dass wir froh waren, nach 6 (statt der üblichen 8 Stunden) das Berghotel zu erreichen, wo eine Dusche und eine Fußmassage auf uns wartete.

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Tag 17 - Hongcun

Friday, August 26th, 2005

Um viertel nach neun erreichten wir den Bahnhof in Huangshan. Herr Yu, der Besitzer des Hotels, in dem wir nächtigen sollten, holte uns direkt vom Bahnhof ab. Auf dem Tagesplan stand die Besichtigung dreier Dörfer: Xidi, Honcun und Lucun. mehr »

Tag 16 - Ab nach Huangshan

Friday, August 26th, 2005

Um 12 mussten wir heute unsere Hotelzimmer abgeben. Herr Zeng, ein Mitarbeiter von meinem Vater und derjenige, der und schon vorher geholfen hatte, half uns auch diesmal beim Auschecken. Danach führte er uns zu seinem Büro, wo wir unser überflüssiges Zeugzwischenlagern konnten, für die Zeit, die wir in Huangshan sind.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen trennten wir uns auf. Während Torben und Ferdi alleine von dannen zogen, fuhr der Rest in die Huaihai-Road, wo wir erst eine Bank suchten, zum Geldumtauschen und uns danach massieren ließen. Ursprünglich war geplant, dass wir uns um halb sechs am Bahnhof treffen, um danach gemeinsam Go-Kart fahren zu gehen, aber Torben, Simon und mir war es mehr nach einer zweiten Massage. So trennten wir uns abermals auf.

Um neun versammelten wir uns schließlich wieder vor dem Bahnhof. Eine Erkentnis, die man macht, ist, dass Bahnhofsviertel überall auf der Welt gleich riechen. Eine andere, dass man dort die gleichen Bettler findet, nur dass die hier andere Methoden anwenden. Passt man nicht auf, dann kommt ab und zu mal ein dreijähriges Kind, dass sich an ein Bein klammert und es erst wieder loslässt, wenn man ihm Geld gibt. Eine zweite Möglichkeit wäre, es so lange zu ignorieren, bis es keine Lust mehr hat. Jedenfalls schafften wir es alle in den Nachtzug, ohne Wegzoll zahlen zu müssen.

Tag 15

Friday, August 26th, 2005

Wenn man in Shanghai ist, hat man keine Angst davor, bzw keine andere Möglichkeit als Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen. Anders als in Peking offenbart die Stadt tagsüber keine Sehenswürdigkeiten und keine einmaligen Orte, die man unbedingt sehen muss. Es bleibt einem lediglich das Shoppen und sich massieren zu lassen. Nachts hingegen hat man die Möglichkeit in eines der zahlreichen Clubs und Bars zu gehen, aber egal was man macht, man verliert entweder viel Zeit oder viel Geld.

Beides hatte ich heute geschafft. Da wir uns für den heutigen Tag auftrennten, begab ich mich alleine auf Erkundung, begab mich in einen Frisiersalon um mir die Haare schneiden und den Rücken massieren zu lassen (in Shanghai sind beide Serviceleistungen eng miteinander verknüpft). Danach fuhr ich ins Babaiban, einem der größeren Einkaufshäuser in Shanghai (ungefähr so groß wie alle Karstadt- und Kaufhof-Filialen in München zusammen) um mich einzukleiden. Hiernach ging es weiter zu meinem Stamm-DVD-Laden, wo ich ebenfalls eine Stange Geld hinterließ. Am Abend machten wir alle nicht mehr so viel. Packten unsere Sachen und bereiteten uns auf den morgigen Tag vor.