Archive for January, 2006

Bayern: Spitze in Wissen und Forschung

Monday, January 30th, 2006

Seit vorletztem Freitag sind diejenigen zehn Hochschulen bekannt, die sich künftig als die deutsche Elite bezeichnen dürfen. Die Münchener Merkur schrieb daraufhin begeistert:

Zehn Hochschulen sind in die engere Auswahl für die Förderung als Spitzenuniversität gekommen, darunter allein drei aus Bayern: Heidelberg, München und die TU München.

Leider sind die bayerischen Zeitungen nicht annähernd so gut wie ihre Universitäten.
(vielen Dank an den SPIEGEL, dem diese geographische Meisterleistung als erster aufgefallen ist)

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?

Thursday, January 26th, 2006

In Baden-Württemberg wusste man es schon immer: Im Zeitalter des Terrorismus sind alle Muslime potentiell gefährlich, und islamistische Mitbürger dürfen auf keinen Fall die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen.

Seit dem ersten Januar verfügt das Innenministerium in Stuttgart auch die nötigen Mittel, um genau das zu verhindern. Einwanderungswilligen Muslimen werden seit kurzem ein 30-teiliger Fragebogen vorgelegt, den sie bei der Einbürgerung zu beantworten haben. Dabei handelt es sich um Fragen zur Demokratie, zur Homosexualität, zu Zwangsehen und zur Gewalt gegen Frauen.

Eine Diskriminierung von Muslimen sieht das Innenministerium bei diesem Verfahren nicht. Auch ist man der Meinung, dass durch diesen Fragebogen alle schwarzen Schafe aussortiert werden können. Schließlich sind ja auch Terroristen gegenüber Behörden zur Wahrheit verpflichtet.

Allerdings kann bezweifelt werden, ob das Dokument wirklich zum Schutz unserer freiheitlich demokratischen Werte dient. Bei Fragen wie:

Das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland umfasst die Werteordnung des Grundgesetzes, die inhaltsgleich für alle Staaten der Europäischen Union gilt. Dazu gehören unter anderem

    -der Schutz der Menschenwürde
    -das Gewaltmonopol des Staates, das heißt, außer dem Staat darf in der Bundesrepublik Deutschland niemand Gewalt gegen einen anderen anwenden, es sei denn in Notwehr. Der Staat selbst darf Gewalt nur auf Grund einer gesetzlichen Ernächtigung anwenden
    -sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Entsprechen diese Grundsätze Ihren persönlichen Vorstellungen?

halten wir das ganze eher für einen versteckten Sprachtest.

(die kompletten 30 Fragen findet ihr hier)

Du bist Deuschland! - Teil 2

Sunday, January 8th, 2006

Letztens begegnete mir im Fernsehen wieder diese Du bist Deutschland Kampagne, die zur Zeit ahnungslose Zuschauer einfach aus dem Nicht überfällt. Gut informierte Quellen allerdings, haben rausgefunden, dass der Slogan schon mal verwendet wurde, wie das folgende Foto von 1935 belegt. Man sollte schon wissen, von wem man klaut…

Man sollte schon wissen, von wem man klaut.

Die Nibelungen

Sunday, January 8th, 2006

Heute gab ich mir das Vergnügen, mir die Nibelungen in den Kammerspielen anzuschauen, eine Aufführung, die 5 1/2 Stunden dauert.

In Form einer Tragödientrilogie erzählt das Stück, in einer dramatischen Bearbeitung, die Geschichte des Nibelungen-Epos. Siegfried, Königssohn aus Xanthen, kommt an den Hof der Burgunder und verliebt sich in Kriemhild, die Schwester des Königs Gunther. Dieser ist mit einer Vermählung einverstanden, wenn Siegfried ihm hilft, Brunhild zu werben, die nur den Mann heiraten wird, der sie im Kampf besiegt. Durch die Tarnkappe unsichtbar gemacht, verhilft Siegfried Gunther zum Triumph.

Als Brunhild diesen Betrug entdeckt, lässt sie Siegfried durch Hagen ermorden. Kriemhild, jetzt Witwe, fordert Gerechtigkeit, wird aber am Wormser Hof nicht erhört. Erst nachdem sie mt dem Hunnenkönig Etzel vermählt wurde, offenbart sich ihr die Gelegenheit, Rache zu nehmen. Die Burgunder werden zu Etzels Hof eingeladen, wo sich die Ereignisse überschlagen, und nach einem finalen Gemetzel überleben nur Etzel, Dietrich und Hildebrand.

Diese Inszenierung war auf jeden Fall sehr gelungen. Wenn man hört, wie lange das Stück dauern soll, entwickelt man erst sehr viel Respekt davor und fragt sich, ob man es so lange aushalten kann. Hilfreich dafür ist, dass insgesamt zwei Pausen à 30 Minuten eingeplant sind. Das Stück wirkt am Anfang betont, zum Teil sogar krampfhaft modern, garniert mit vereinzelten Slapstick-Einlagen, die das ganze ins Lächerliche ziehen. Mit zunehmender Spieldauer, jedoch, gewinnt die Inszenierung immer mehr an Ernst - und an Qualität. Allerdings ist es auch verständlich, dass man nicht die ganze Inszenierung nur mit dramaturgisch wertvollen ausfüllen kann, da die Kost sonst zu schwer wäre. So waren es wirklich kurze 5 1/2 Stunden, die sich kürzer anfühlten, als manch andere 2-Stunden-Stücke.

Die Nibelungen

Stehst du schon oder lebst du noch? - Teil 2

Friday, January 6th, 2006

So, heute früh, gleiches Spiel. Dumm nur, dass ganz München genau so schlau ist wie wir: die Schlange war diesmal doppelt so lang wie gestern und ging nochmal zusätzlich ums Eck.

Schlange vor der Franz Marc Ausstellung 2

Die nochmals längere Schlange vor der Franz Marc Ausstellung

Stehst du schon oder lebst du noch?

Thursday, January 5th, 2006

Eigentlich wollte ich heute mit einer Freundin in die am Sonntag auslaufende Franz Marc Ausstellung gehen. Doch am Königsplatz eröffnete sich uns, dass halb München wohl den selben Gedanken hatte (s.u.) und wir haben es uns schleunigst anders überlegt. Jetzt probieren wir morgen früh unser Glück.

Schlange vor der Franz Marc Ausstellung
Das Ende der ca. 150 Meter langen Schlange vor dem Ticketverkauf

Projektarbeit: eine Nachbereitung

Sunday, January 1st, 2006

Die Projektarbeit ist ja nun einige Wochen her. Zwar hatte ich damals die zweieinhalb Wochen mit der Kamera dokumentiert, doch musste es bis zu den Weihnachtsferien dauern, bis ich es geschafft hab, eine Auswahl der Fotos online zu stellen. Though last not least: Hier sind die (z.T. kommentierten) Eindrücke aus dem Chemielabor.

Bild1

huch, wir werden fotografiert! mehr »