Archive for August, 2006

noch ein update

Thursday, August 31st, 2006

Ab nun ist auch die Seitenstruktur modifiziert. So wird beispielsweise nun für diesen Post statt:

http://www.boqiao-sun.de/?p=118

folgende Adresse angezeigt:

http://www.boqiao-sun.de/2006/08/31/noch-ein-update/

Ich hoffe, dass alle Links noch funktionieren. Sollte dies nicht der Fall sein, dann rührt euch.

Spamschutz

Thursday, August 31st, 2006

Nachdem sich die Spameinträge auf meiner Seite ein wenig häufen, hab ich ein kleines Plugin eingebaut, dass dem ganzen ein wenig Einhalt gewähren soll. Ihr müsst nur ein Codewort eingeben, damit euer Kommentar akzeptiert wird.

Wetterbericht

Thursday, August 31st, 2006

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Gegebenheiten zu betrachten: entweder ist das metaphorische Glas halbvoll oder es ist halbleer. Diese zwei gegensätzlichen Deskriptionen ein und derselben Tatsache basieren auf zwei verschiedenen Weltanschauungen, die jede für sich den Anspruch erhebt, die für den Benutzer erträglichste zu sein. Als gutes Beispiel für eine solche Gegensätzlichkeit sei folgende Entdeckung gezeigt, auf die ich heute zufällig stieß.
Absatz
Absatz
Zu der Halbvoll-Fraktion zählt das SPIEGEL-Wetter.
Absatz
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NY Wetter 1

Hier ist der Redaktion bewusst, dass Vorfreude die schönste Freude ist. Da niemand schlechte Nachrichten hören will, und früher deren Überbringer unter ungünstigsten Umständen mit dem Leben dafür bezahlten, beleuchtet man die Sache hier lieber von ihrer Sonnenseite:
Absatz
Absatz
Auf der anderen Seite weather.com.
Absatz
Absatz
NY Wetter 2

Der Empfänger soll desillusioniert werden. Nichts ist erstrebenswerter als die Wahrheit, je bitterer desto besser. Denn nur der, der keine Erwartungen hat oder nur mit dem Schlimmsten rechnet, kann nicht enttäuscht werden.
Absatz
Absatz
Kein weiterer Kommentar zu Wettervorhersagen.

im Westen nichts neues

Tuesday, August 29th, 2006

Nachdem sich Cava gewundert hat, dass sich seit einer Woche nichts mehr auf meiner Seite getan hat, und er sich die fehlende Aktivität mit einer Überbelastung meinerseits erklärte, kann ich euch hier beruhigen. Ich bin hier keinesfalls so sehr im Stress, dass keine Zeit mehr für andere Dinge bleibt. Im Gegenteil, es passiert einfach so wenig Spektakuläres, dass es sich darüber zu schreiben nicht ihrer Mühe lohnt. Die üblichen Laborarbeiten laufen vor sich hin, manche Versuche klappen, manche hingegen nicht, so dass diese wiederholt werden müssen; und auch meine Freude über etwaige, vorhandenen Banden oder mein Ärger über ebensolchen nichtvorhandenen sind wohl kaum einer Erwähnung wert, weshalb die letzten paar Werktage von der Berichterstattung ausgespart wurden.

Sollte sich dennoch jemand für den aktuellen Stand der Dinge interessieren, so sei wie folgt gemeldet:

  • Die PCR’s mit meinen selbstdesignten Primerpaaren für den Luciferase-Assay haben beide geklappt, heute ist die Transformation erfolgt und die E.coli’s befinden sich im Brutschrank
  • Die andere PCR mit der Wiederholung vom Bisulfite Assay hat womöglich auch geklappt und befindet sich nach erfolgter Ligation und Transformation mit oben genannten Kolonien zusammen im Brutschrank
  • Ferner wurden je 20 weitere Kolonien des gelungenen Teils des Bisulfite Assays ausgewählt und mit diesen eine PCR durchgeführt, um sie auf korrekte Inserts zu untersuchen. Das Gel läuft gerade

Gelelektrophorese
die oben genannte Gelelektrophorese

MoMA

Tuesday, August 29th, 2006

Wenn ich für gewöhnlich gefragt werde, was es sich in New York zum Besichtigen anbietet, kriegt man in aller Regel das Museum of Modern Arts als erste Antwort - und als zweites ein langes Nachdenken. Meistens, jedoch, wird dabei verschwiegen, dass bereits einige Zeit zwischen dem jetzt und meinem letzten Besuch liegt. Betrachtet man die Tatsache, dass das ebenjenes Museum von 2002 bis 2004 renoviert wurde, was genau zwischen dem jetzt und dem letzten Mal liegt, so könnte man mit ein wenig Boshaftigkeit behaupten, dass ich etwas empfähle, was ich selber nicht mal kannte.

Um eben jener Annahme die Grundlage zu entziehen, und auch weil ich mich selber an meine Ratschläge halte, war am vergangenem Samstag eben jener Besuch fällig, auf den ich mich schon seit einiger Zeit freue. Auffällig war, dass mit Ausnahme einiger prägnanter Ausstellungsstücke, mir relativ wenig bekannt vorkam. Ein Umstand, dessen Ursache entweder im sehr umfangreichen Umbau des Museums liegt, oder durch die siebhafte Struktur meines Gedächtnisses zu erklären wäre. Unabhängig von der korrekten Erklärung, lieferte dieses Phänomen die positive Begleiterscheinung, dass es dadurch viel mehr zu erkunden gab.

Um euch nicht mit langwierigen Beschreibungen namhafter Meisterwerke, oder meinen leidlichen und gänzlich unqualifizierten Interpretationsversuchen ebenjener zu langweilen, kriegt ihr hier einige Fotos der Ausstellung. Allerdings war ich ein wenig enttäuscht, dass trotz der gewöhnlich stattfindenden permanenten Ausstellung, kein Bild von Gerhard Richter zu sehen war. Stattdessen tauchten dort einige Skulpturen auf, die ich im Metropolitan Museum of Art lokalisiert hätte.

Bild 1Bild 2Bild 3Bild 4Bild 5Bild 6Bild 7Bild 8Bild 9

update

Wednesday, August 23rd, 2006

Seit gestern hab ich das Öffnen der Fotos von html auf javascript umgestellt. Damit soll das Anschauen der Bilder erleichtert werden. Wenn es bei manchen Links Probleme gibt, bzw. ihr keine Veränderung feststellen könnt, dann sagt mir bescheid.

Bilder vom Campus

Wednesday, August 23rd, 2006

Wie angekündigt, gab es heute im Labor nicht viel zu tun. Dafür hab ich die Zeit genutzt, um einige Fotos auf dem Campus zu schießen. Hier habt ihr eine Auswahl davon.

Bild 1Bild 2Bild 3Bild 4Bild 5Bild 6

Ich habe ein Projekt!

Tuesday, August 22nd, 2006

Das Wochenende war natürlich wieder viel zu kurz und wehmütig musste ich mich am heuten Montag wieder ins Labor begeben. Während ich mich in der letzten Woche noch eingewöhnen und mich zunächst in die ganzen Abläufe eingliedern musste, ging es heute schon mit mehr Schwung und und ein bisschen Routine weiter.

Begünstigt wird diese Tatsache dadurch, dass ich neben dem Bisulfit-Assay, das mir aufgetragen wurde, seit letzten Freitag ein eigenes größeres Projekt hab. (Ich entschuldige mich vorab für die ganzen für Nicht-Biowissenschaftler unverständlichen Worte). Meine Aufgabe besteht darin, herauszufinden, ob ein spezielles Onkogen einen zweiten Promotor besitzt. Dazu muss ich diesen Promotor amplifizieren und in einen Luciferase-Vektor einbauen und den fertigen Vektor in verschiedene Zelllinien einschleusen und anschließend anhand der Lumineszenz die Genexpression messen. Was einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein Projekt, das wohl an die 3 Wochen dauern wird, und, wenn die Resultate positiv sind, wohl noch länger, da in dem Fall Folgeexperimente anstehen.

Jedenfalls hab ich Freitag nachmittag und heute vormittag meine Zeit mit Primer designen verbracht. Die fertigen Sequenzen wurden heute Mittag verschickt, so dass wohl am Donnerstag mit der Lieferung zu rechnen sein wird. Währenddessen läuft noch mein Bisulfit-Assay, damit mir nicht ganz langweilig wird. Trotzdem wird es morgen und übermorgen wohl eher ruhig. Zeit zum (Papers) Lesen.

Ligation
mein heutiger Ligationsansatz

Wochenende

Monday, August 21st, 2006

Nachdem ich die ersten Tage in New York arbeitend im Labor verbracht hatte, war es an der Zeit, ein wenig die Stadt zu erkunden. Meine Cousine Mia, die mit ihren 5 Mitbewohnern (der Hund Rox, die Katze Allawishes und 3 Schildkröten, deren Namen ich nicht kenne) in Queens lebt, holte mich ab und ich konnte zumindest für das Wochende der Stille Long Islands entfliehen.

RoxAllawishes

Da wir erst am späten Nachmittag bei ihr ankamen, gingen wir nur noch ein wenig shoppen und anschließend Sushi essen. Ich suchte dringend nach einer Jeans, da ich das hiesige Wetter gnadenlos überschätzt hatte und demnach nur eine lange Hose dabei habe, die nun langsam aber sicher an Duft zunimmt. Leider gelang es mir nicht, etwas passendes zu finden, weder am Samstag noch am darauffolgenden Sonntag.

Stattdessen hatte ich die umso mehr die Gelegenheit, mich mit den Tieren anzufreunden: mit dem Hund, der fast so viel auf die Wage bringt wie ich, und mit der Katze, vor der man mehr Angst haben musste als vor dem Überhundert-Pfund-Monster. Sie versteckt sich mit Vorliebe unter dem Wohnzimmertisch und springt einen aus dem Hinterhalt an, wenn man es überhaupt nicht erwartet.

Am Sonntag wurde ich in der Früh unsanft und nass von Rox geweckt, so dass meine erste Amtshandlung des Tages eine ausführlichlich Gesichtsreinigung war. Danach machten sich Mia uns ich auf den Weg in die Stadt, genauer gesagt nach Greenwich Village.

Greenwich Village ist ein Teil von Manhattan, dessen oberes Ende von der 14th Street gekennzeichnet ist und auf der südlichen Seite bis zur Hudson Street ragt. Seine Grenze auf der Westseite bildet der Hudson River und auf der Ostseite der Broadway. Es gilt als das Künstlerviertel New Yorks und ist eines der beliebteren Wohngegenden in Manhattan.

Tatsächlich wirkt the village mit seinen unerwartet kleinen Häusern, den vielen Strassencafés, Irish Pubs und Boutiquen gar nicht wie ein Stadtteil New Yorks, sondern vermittelt einem viel mehr den Flair Europas. Die Eindrücke, die beim Schlendern durch jenes Viertel entstehen, lassen sich schwer beschreiben. Deshalb habt ihr hier einige in Bildform.

Bild 1Bild 2Bild 3Bild 4Bild 5Bild 6

Los geht’s

Thursday, August 17th, 2006

Nach einem kurzen Verschnaufstag ging es gestern gleich los mit der Arbeit. Oder besser gesagt, mit der Vorbereitung auf die Arbeit, denn zunächst hieß es lesen, lesen, lesen: erst Papers, dann Manuals, dann wieder Papers. Da war ich schon sehr froh, dass ich heute (neben Manuals lesen) endlich selber ran durfte. Meine Aufgabe ist zunächst ein Bisulfit-Assay durchzuführen, was alles in allem, wenn alles klappt, anderthalb Wochen dauern sollte. Das kleine Problem, oder, wenn man es anders sieht, der kleine Vorteil an der Aufgabe ist, dass die Nettoarbeitszeit bei einem Bruchteil der Gesamtdauer des Versuchs liegt, und der überwiegende Teil aus Inkubationszeit besteht. Jedenfalls hab ich heut in etwa 30 Minuten gebraucht, um die ganze Sache anzusetzen. Die Probe wird jetzt erst mal 20 h über Nacht inkubiert, so dass es morgen um 10 Uhr weitergehen kann.

Etwas interessanter gestaltet sich meine Integration in die amerikanische Lebensweise. Wässriger Kaffee, ubiquitär vorkommende Fertiggerichte und horrende New Yorker Preise versetzen mich angesichts meiner Ernährungsgewohnheiten in Angst und Schrecken. Auch als ich heute Olivenöl kaufen wollte, hab ich meinen Augen kaum trauen können: Die (fast) Literflasche Bertolli extra vergine kostet hier nämlich 19,99 $ netto. Hoffentlich ist das ganze im Wal Mart billiger. Ansonsten werd ich mich 6 Wochen lang von Sandwich und Salat ernähren müssen, sollte ich nicht jeden Tag irgendwelche Fertiggerichte oder Burger essen wollen.

Bei all der Akklimatisationsarbeit bin ich noch nicht wirklich dazu gekommen, meine Wochenendaktivitäten zu planen. Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht genau was ich unbedingt machen will. Da viele von euch ja in letzter Zeit in New York waren, bin ich für hilfreiche Tipps dankbar. Sonst muss ich mich hier mit Liberty Island und dem Empire State Building zufrieden geben.

New York JFK
Das Life Science Building der State University of New York at Stony Brooks