Archive for January, 2009

Das Jahr des Rinds

Monday, January 26th, 2009

Ich wünsche Euch allen ein frohes Chinesisches Neujahr!

Mit dem heutigen Tag löst das Rind die Ratte ab, und das Jahr 2009 hält auch in Peking Einzug. Genau 20 Jahre ist es nun her, dass ich das letzte Mal das Frühlingsfest in Peking feiern durfte. Und Neujahr ist nicht nur in Deutschland Zeit des Ausnahmezustands. Tatsächlich zeigt sich die Stadt seit einigen Tagen von einer ganz anderen Seite.

Das Chinesische Neujahrsfest ist traditionell die Zeit, in der alle Menschen nach Hause, spricht in ihre alte Heimat fahren. Wenn gemäß offiziellen Schätzungen ca. 180 Mio Menschen am selben Wochenende mit dem Zug verreisen wollen, führt das zunächst zu endlos langen Schlagen an Fahrkartenverkaufsständen. Anschließend sind alle Supermärkte völlig überfüllt, weil jeder noch schnell Neujahrseinkäufe tätigen muss. Nach dem Sturm, jedoch, kommt die Ruhe: kurz nach Ferienbegin, beginnt sich die Stadt zu leeren. Derzeit hat man das Gefühl, Peking habe die Hälfte seiner Einwohner verloren. Die Straßen sind leer, man steht nicht mal mehr in der Innenstadt im Stau, man kommt ungehindert in Busse und U-Bahnen rein… zusammengefasst kann man sagen, an Neujahr ist es hier wirklich angenehm.

In der Neujahrsnacht selber ist hier die Hölle los. Was hier an Feuerwerkskörper in den Himmel geschossen werden hat eine ganz andere Qualität und Quantität als in München. Ein Unterschied ist: Chinesen scheinen nicht so auf Raketen zu stehen. Stattdessen greift man hier auf Unmengen von Böller zurück - oder Feuerwerksbatterien, die teilweise eine Größe von zwei deutschen Bierkästen erreichen. Auch gibt es Feuerwerkskörper, die sehr an Mörsergranaten erinnern - und auch wie selbige abgeschossen werden. (In Deutschland würde sowas vermutlich unter das Kriegswaffengesetz fallen).

Jedenfalls muss man wirklich selber hier sein, um Neujahr in China zu erfahren. In Worte lässt sich das ganze nicht fassen. In diesem Sinne:

恭喜发财!

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Lamakloster

Tuesday, January 13th, 2009

Klausuren sind um. Da hat man wieder Zeit für Ausflüge. So wie am Sonntag, als es zum Lamakloster ging, der schönsten Klosteranlage in Peking. Besonders beeindruckend ist die 17 Meter große Buddha-Statue, die aus einem Stück Holz geschnitzt ist. Man sagt, dass man beim Bau des Klosters zuerst die Statue errichtete und anschließend erst den Tempel drumrum erbaute, da man den Buddha sonst nicht reinbekommen hätte.

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